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Polizeiliche Todesschüsse

Seit der Wiedervereinigung wurden mindestens 368 Personen durch Kugeln der deutschen Polizei getötet.

Wir zählen von 1976 bis 1990 außerdem 153 tödliche Schüsse allein in Westdeutschland.
Jedes Jahr veröffentlicht die Konferenz der Innenminister*innen der Bundesländer eine neue Statistik zum polizeilichen Schusswaffengebrauch des Vorjahres. Neben Warnschüssen oder Schüssen auf Tiere und Sachen werden auch Polizeikugeln auf Personen und daraus resultierende Todesfälle gezählt.
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Die ab 1984 von den Behörden geführte Aufstellung ist jedoch anonym, es wird nicht auf die einzelnen Taten eingegangen. Die Statistik gibt auch keine Auskunft über die Opfer. Seit 1976 dokumentiert die Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP deshalb die Hintergründe zu den durch die Polizei verursachten Todesfällen. Dabei sammeln wir Informationen zur Beteiligung von Sondereinheiten, der Zahl jeweils abgegebener Schüsse und der Situation, in der sich die Schussabgabe zutrug.
So ist etwa von Bedeutung, ob die Getöteten selbst bewaffnet waren, sich womöglich in einer psychischen Ausnahmesituation befanden oder, wie es häufig geschieht, in ihrer eigenen Wohnung erschossen wurden.

Chronik

521 polizeiliche Todesschüsse
521 polizeiliche Todesschüsse
an 291 Orten
Innenraum
N.N.
51 Jahre, männlich
Erschossen am 17.03.2025
In Herne, Nordrhein-Westfalen
Mit 4 Schüssen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1][2][3]
Wie drei Tage zuvor in Dortmund beschreibt die NRW-Polizei den Mann als "Randalierer". Er soll Gegenstände aus dem Fenster seiner Wohnung im zweiten Obergeschoss geworfen haben, darunter auch Gläser, und anschließend im Hausflur eine Nachbarin bedroht haben. Im Rahmen eines Einsatzes sei dieser mit einem Messer "auf die eingesetzten Polizeibeamten los[gegangen]". Von vier abgegeben Schüssen trafen den Mann zwei – einer davon im Brustbereich und einer im Unterkörper. Nach den Schüssen wurde er notärztlich versorgt, verstarb aber noch vor Ort. Zwei am Einsatz beteiligte Polizisten hatten ihre Bodycams eingeschaltet.
Mutm. psych. Ausnahmesituation
Najib Boubaker
70 Jahre, männlich
Erschossen am 14.03.2025
In Dortmund, Nordrhein-Westfalen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Im Rahmen eines Einsatzes der Feuerwehr wurde die Polizei nach eigenen Angaben "zur Unterstützung zu einem Randalierer hinzugezogen". Im Verlauf des Einsatzes sei es dann zu dem "Gebrauch der dienstlichen Schusswaffe" gekommen. Der Mann habe Rettungskräfte mit einem Messer bedroht, was Nachbar*innen aber vehement bestreiten. Er wurde durch die Schüsse schwer verletzt und starb noch vor Ort. Nachbar*innen stellen den Polizeieinsatz deutlich anders dar. Demnach war der Mann Epileptiker und habe sich geweigert, in ein Krankenhaus gebracht zu werden.
Mutm. psych. Ausnahmesituation
N.N.
61 Jahre, männlich
Erschossen am 11.03.2025
In Darmstadt, Hessen
Quellen: [1][2]
Nach Angaben der ermittelnden Behörden erschienen Beamt*innen am Morgen gemeinsam mit einer Mitarbeiterin des Sozialdienstes an der Wohnung des Mannes. Dieser habe den Zutritt verweigert und durch ein geöffnetes Fenster eine Schusswaffe präsentiert, woraufhin die Polizeibeamten von ihrer Dienstwaffe Gebrauch machten. Trotz Rettungsmaßnahmen verstarb der Mann noch am Einsatzort. Die beteiligten Polizeibeamt*innen sowie die Mitarbeiterin des Sozialdienstes blieben unverletzt.
SEK-Beteiligung
N.N.
26 Jahre, männlich
Erschossen am 07.03.2025
In Schönebeck, Sachsen-Anhalt
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1]
In einem Mehrfamilienhaus soll der 26-Jährige afghanischer Herkunft zunächst einen gleichaltrigen Deutschen bedroht haben. Als Polizei eintraf, soll der Verdächtige ein Messer gegen die Beamt*innen gerichtetet haben, woraufhin das SEK hinzugerufen wurde. Die SEK-Kräfte gaben drei Warnschüsse ab, bevor sie auf den Mann schossen. Der Angeschossene verstarb später im Krankenhaus.
Innenraum
N.N.
38 Jahre, männlich
Erschossen am 04.03.2025
In Nürnberg, Bayern
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1]
Bei der Vollstreckung eines Haftbefehls soll sich der Gesuchte nach Angaben der Polizei in seiner Wohnung mit einem Küchenmesser bewaffnet und der Festnahme widersetzt haben. Im Zuge der Auseinandersetzung habe ein Beamter seine Schusswaffe eingesetzt. Trotz Reanimationsversuchen verstarb der Mann noch vor Ort.
Mutm. famil. oder häusl. Gewalt
N.N.
48 Jahre, männlich
Erschossen am 16.02.2025
In Eichstetten, Baden-Württemberg
Bewaffnet mit Schusswaffe
Quellen: [1]
Die Beamten waren laut polizeilicher Darstellung gegen 23 Uhr zu einem häuslichen Gewaltdelikt gerufen worden, nachdem sich eine 47-jährige Frau über Notruf gemeldet hatte. Der Mann hatte offenbar zuvor seine Lebensgefährtin und das gemeinsame 10-jährige Kind geschlagen. Als sich beide in einem Zimmer einschlossen, randalierte der Mann in der Wohnung und gab einen Schuss durch die verschlossene Zimmertür ab. Mit Hilfe eines Nachbarn konnte das Kind aus dem Zimmer flüchten. Als Polizeikräfte eintrafen, bewegte sich der bewaffnete Mann angeblich auf der Straße. Trotz mehrfacher Aufforderungen weigerte er sich, seine Schrotflinte niederzulegen und bedrohte damit die Beamt*innen. Diese schossen daraufhin auf den Mann, der schließlich im Krankenhaus verstarb. Er war bereits wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Körperverletzung und das Waffengesetz aktenkundig.
Mutm. psych. Ausnahmesituation
Innenraum
N.N.
48 Jahre, männlich
Erschossen am 13.01.2025
In Bruchsal, Baden-Württemberg
Bewaffnet mit Hiebwaffe, Stichwaffe
Quellen: [1]
Der Mann sollte mit Unterstützung der Beamt*innen aufgrund eines Unterbringungsbeschlusses des Amtsgerichts Karlsruhe von seinem Wohnort in eine psychiatrische Klinik gebracht werden. Er habe auf vorheriges Klingeln und Klopfen nicht reagiert und die Polizist*innen "unmittelbar" angegriffen, "nachdem die Polizeibeamten die Wohnungstüre von außen geöffnet hatten", erklärten die Polizei und die Staatsanwaltschaft. Dabei sei er mit einem Messer und einem Fleischerbeil bewaffnet gewesen. "Es kam zum Einsatz eines Polizeihundes und zum polizeilichen Schusswaffengebrauch", so die Mitteilung. Der Getroffene verstarb noch vor Ort.
Verletzte/getötete Beamte
N.N.
38 Jahre, männlich
Erschossen am 31.12.2024
In Tauberbischofsheim, Baden-Württemberg
Quellen: [1][2][3]
Der Mann wurde erschossen, nachdem mit einem gestohlenen Bagger eine Zerstörungsserie verursachte. Laut Polizeiangaben wurde der Deutsche durch einen Schuss gestoppt und erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Zuvor hatte er mehrere Polizeibeamt*innen leicht verletzt und eine kilometerlange Verfolgungsfahrt ausgelöst. Die Tat begann in Grünsfeld, wo der Mann einen Bagger von einer Baustelle stahl und dabei Bauinventar zerstörte. Anschließend setzte er seine Fahrt Richtung Tauberbischofsheim fort, wobei er auf der Strecke mehrere Streifenwagen sowie weitere Fahrzeuge beschädigte. In Tauberbischofsheim fuhr er schließlich auf das Gelände eines Autohauses und richtete dort weiteren Schaden an.
Verletzte/getötete Beamte
Mutm. psych. Ausnahmesituation
N.N.
35 Jahre, männlich
Erschossen am 18.12.2024
In Göttingen, Niedersachsen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1][2][3]
Der mutmaßlich psychisch kranke Göttinger soll die gegen 17:30 Uhr eintreffenden Beamt*innen zuvor unvermittelt mit einem Messer angegriffen und dabei einen von ihnen im Bereich des Oberkörpers verletzt haben. Der Polizist gab daraufhin einen Schuss aus seiner Dienstwaffe ab. Der Mann soll kurz vor Eintreffen der Polizei eine Frau grundlos angegriffen und geschubst haben. Opfer und Täter kannten sich nach ersten Informationen nicht. Von ihrer Wohnung aus alarmierte die Göttingerin die Polizei.
Mutm. famil. oder häusl. Gewalt
Innenraum
N.N.
35 Jahre, männlich
Erschossen am 09.12.2024
In Traunstein, Bayern
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1]
Der Mann hatte selbst den Notruf gewählt und erklärt, seine Mutter als Geisel genommen zu haben. Die Polizei umstellte das Haus in Grassau (Landkreis Traunstein), beim Klingeln an der Tür kam es zum Angriff. Nach Darstellung der Polizist*innen seien diese von dem Mann unvermittelt mit einem Messer angegriffen worden, woraufhin die Beamt*innen ihn durch Schüsse gestoppt hätten. Der 35-Jährige erlag noch vor Ort seinen Verletzungen. Weder die Mutter noch die Polizist*innen wurden verletzt.
Verletzte/getötete Beamte
Innenraum
N.N.
34 Jahre, männlich
Erschossen am 23.11.2024
In Kamp-Lintfort, Nordrhein-Westfalen
Quellen: [1]
Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 21.50 Uhr wegen einer gemeldeten Ruhestörung zu einer Wohnung gerufen worden. Der Mann soll im Treppenhaus plötzlich die Einsatzkräfte mit einem Gegenstand angegriffen haben. Daraufhin gab ein Polizist einen Schuss ab. Der Mann erlitt lebensgefährliche Verletzungen und verstarb im Krankenhaus. Auch ein 24-jähriger Polizist soll schwere Verletzungen erlitten haben und wurde stationär in einem Krankenhaus behandelt. Eine Beamtin und ein Beamter erlitten leichte Verletzungen.
Mutm. famil. oder häusl. Gewalt
Innenraum
N.N.
51 Jahre, männlich
Erschossen am 02.11.2024
In Nürnberg, Bayern
Quellen: [1][2]
Die Polizei war am Vormittag aufgrund eines heftigen Streits in einer Wohnung alarmiert worden. Vor Ort trafen die Beamt*innen auf den Mann und eine 41-jährige Frau, die in den Streit involviert waren. "Im Rahmen des Einsatzes musste von der Schusswaffe Gebrauch gemacht werden", sagte eine Polizeisprecherin. Demnach starb der Mann noch am Einsatzort. Die 41-Jährige blieb unverletzt. In welcher Beziehung die beiden Personen zueinander standen, sei bekannt, könne aber aus ermittlungstechnischen Gründen nicht veröffentlicht werden. Medienberichte, die von einem Messerangriff des Mannes sprechen, wollte die Polizeisprecherin weder kommentieren noch dementieren. Weil die Schüsse als Nothilfe für eine bedrohte Frau gerechtfertigt waren, werden die Ermittlungen im Januar 2025 eingestellt.
Innenraum
N.N.
20 Jahre, weiblich
Erschossen am 24.10.2024
In Schwalmstadt, Hessen
Bewaffnet mit Gas-/ Schreckschusswaffe
Quellen: [1][2][3]
Nach ersten Angaben des Landeskriminalamts und der Staatsanwaltschaft Marburg hatte die demnach polizeibekannte 20-Jährige am frühen Morgen im Außenbereich der Schwalmstädter Wache auf Beamt*innen geschossen. Diese eröffneten daraufhin das Feuer und verletzten die Frau schwer. Wenig später starb sie im Rettungswagen. Später änderte die Polizei ihre Darstellung. Demnach sei die Frau ohne festen Wohnsitz wegen Trunkenheit im Verkehr sowie des unerlaubten Entfernens vom Unfallort auf die Polizeistation verbracht. Nach ihrer Entlassung sei sie dorthin zurückgekehrt, blieb aber im Hof in ihrem Fahrzeug sitzen. Als sich drei Polizeibeamte und eine Polizeibeamtin dem Auto genähert hätten, sei sie ausgestiegen und habe mit einer Schusswaffe gedroht. Jedoch handelte es sich dabei um eine Softair-Waffe, ergaben anschließende Ermittlungen.
Mutm. psych. Ausnahmesituation
N.N.
Alter: unbekannt, weiblich
Erschossen am 21.10.2024
In Aachen, Nordrhein-Westfalen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1][2][3]
Bei dem Polizeieinsatz in Gangelt bei Aachen wollen die Beamt*innen aus Notwehr gehandelt haben. Die Frau habe mit einem Messer und einer Schere gedroht, dem WDR zufolge mit einem Messer und einer Glasscherbe. Sie soll sich in einem Zustand psychischer Verwirrung befunden haben. Der Vorfall ereignete sich in einem Hinterhof in einer Straße mit Wohnhäusern, nahe einem Gewerbegebiet. Dort habe die Frau in einem Mehrfamilienhaus gelebt. Sie soll in Behandlung in den sogenannten Gangelter Einrichtungen, einer Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, gewesen sein und die Station unerlaubt verlassen haben.
Schusswechsel
SEK-Beteiligung
Mutm. psych. Ausnahmesituation
Mutm. famil. oder häusl. Gewalt
N.N.
32 Jahre, männlich
Erschossen am 11.10.2024
In Bochum, Nordrhein-Westfalen
Bewaffnet mit Hiebwaffe
Quellen: [1][2][3]
Der Mann soll die nach einem Notruf eintreffenden Beamt*innen mit einem Hammer angegriffen haben. Daraufhin zogen diese ihre Dienstwaffen, schossen aber nicht. Da nach Darstellung der Polizei nicht auszuschließen gewesen sei, dass der Mann weitere Waffen hatte, seien Spezialeinsatzkräfte hinzugezogen worden. Diese gaben die tödlichen Schüsse bei der Stürmung der Wohnung ab, nachdem sich der Mann dort verbarrikadierte. Nach ersten Erkenntnissen soll er an Schizophrenie erkrankt gewesen sein.
Schusswechsel
SEK-Beteiligung
N.N.
Alter: unbekannt, männlich
Erschossen am 05.09.2024
In München, Bayern
Bewaffnet mit Schusswaffe
Quellen: [1][2][3][4]
Vor dem NS-Dokumentationszentrum und dem israelischen Generalkonsulat schoss der Mann am Jahrestag des Olympia-Anschlages von 1972 mit einer Repetierwaffe älteren Baujahrs auf einen Posten des polizeilichen Objektschutzes. Insgesamt fünf Beamt*innen machten daraufhin von ihren Dienstwaffen Gebrauch, Augenzeug*innen sprechen von Dutzenden Schüssen. Der 18-jährige Angreifer wurde tödlich getroffen. Nach dem Notruf waren auch Spezialeinsatzkräfte zum Tatort geschickt worden. Dem Mann wird "eine Nähe zu islamistisch-terroristischem Gedankengut" attestiert. Es habe auch Verdacht bestanden, er verbreite Propaganda für ein terroristisches islamistisches Bündnis in Syrien. Ermittlungen dazu waren aber eingestellt worden.
N.N.
Alter: unbekannt, männlich
Erschossen am 04.09.2024
In Bonn, Nordrhein-Westfalen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1][2][3][4]
Alarmierte Polizeikräfte schossen in der Innenstadt auf den Verdächtigen, nach dem wegen eines Messerangriffs auf eine Frau und einen Mann nach diesem gefahndet wurde. Der Mann wurde schwer verletzt und starb tags darauf im Krankenhaus. Die Opfer seines Messerangriffs soll er gekannt haben. Die Polizei ging von einem Streit unter Bekannten im Obdachlosen-Milieu aus. Am 26. November hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in dem Fall eingestellt. "Rechtlich gesehen handelte es sich um eine Notwehrhandlung", so der Staatsanwalt. Als ein Hauptbeweismittel zum Geschehensablauf sollen Aufnahmen aus einer Bodycam eines der eingesetzten Polizist*innen gedient haben.
SEK-Beteiligung
Mutm. psych. Ausnahmesituation
Innenraum
N.N.
46 Jahre, männlich
Erschossen am 31.08.2024
In Berlin
Mit 19 Schüssen
Bewaffnet mit Schusswaffe
Quellen: [1][2][3][4]
Laut Polizei soll der Mann auf einem Wohnwagenplatz einen 49-Jährigen mit einer Schusswaffe bedroht haben - eine Druckluftpistole, wie sich später herausstellte. Dieser blieb unverletzt und alarmierte die Polizei, nachdem es ihm gelungen war, den Angreifer zu vertreiben, so die Darstellung. Einem Springer-Medium zufolge habe der 46-Jährige zuvor auch mehrere Sinti*zze und Rom*nja auf dem Gelände des Trailerparks rassistisch bedroht. Spezialkräfte der Polizei hätten den mutmaßlichen Täter in einem Mehrfamilienhaus lokalisiert, in dem sich offenbar viele Sozialwohnungen befinden. Als das SEK die Wohnung betrat, soll der Mann sofort das Feuer eröffnet haben. Die Polizisten schossen daraufhin 19 Schüsse ab. Laut RBB sei der Mann zuvor wegen psychischer Probleme betreut worden.
Mutm. psych. Ausnahmesituation
Innenraum
N.N.
33 Jahre, männlich
Erschossen am 28.08.2024
In Recklinghausen, Nordrhein-Westfalen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1][2]
Nach Polizeiangaben "randalierte" der Mann in einem Mehrfamilienhaus und wurde, nachdem Beamt*innen eintrafen, erschossen. Laut Zeugenangaben habe er "auch ein Messer bei sich" gehabt. Als die Einsatzkräfte eingetroffen seien, habe sich "eine Bedrohungssituation ergeben. "Infolgedessen kam es zu einem Schusswaffengebrauch", so die Darstellung.
Mutm. psych. Ausnahmesituation
N.N.
26 Jahre, männlich
Erschossen am 27.08.2024
In Moers, Nordrhein-Westfalen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: [1][2]
Nach Darstellung von Polizei und Staatsanwaltschaft war eine Streifenwagenbesatzung am Nachmittag ausgerückt, weil ein Mann Passant*innen tätlich angegriffen und bedroht haben soll. Auch die Beamt*innen sollen von dem Mann mit zwei Messern in den Händen angegriffen worden sein. "Im weiteren Einsatzverlauf kam es zu einem Schusswaffengebrauch durch Polizeibeamte", so die Mitteilung. Laut späteren Medienberichten habe der Mann auf der Straße "Auf die Bullen! Auf die Bullen!" gerufen. Er soll "öfter in der Psychiatrie" gewesen sein und häufiger "Ausraster" gehabt haben.
Die Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP liefert seit 1978 kritische Analysen zur Politik und Praxis Innerer Sicherheit in Deutschland und Europa.
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