
Polizeiliche Todesschüsse
Seit der Wiedervereinigung wurden mindestens 381 Personen durch Kugeln der deutschen Polizei getötet.
Wir zählen von 1976 bis 1990 außerdem 153 tödliche Schüsse allein in Westdeutschland.
Jedes Jahr veröffentlicht die Konferenz der Innenminister*innen der Bundesländer eine neue Statistik zum polizeilichen Schusswaffengebrauch des Vorjahres. Neben Warnschüssen oder Schüssen auf Tiere und Sachen werden auch Polizeikugeln auf Personen und daraus resultierende Todesfälle gezählt.
Die ab 1984 von den Behörden geführte Aufstellung ist jedoch anonym, es wird nicht auf die einzelnen Taten eingegangen. Die Statistik gibt auch keine Auskunft über die Opfer. Seit 1976 dokumentiert die Zeitschrift Bürgerrechte & Polizei/CILIP deshalb die Hintergründe zu den durch die Polizei verursachten Todesfällen. Dabei sammeln wir Informationen zur Beteiligung von Sondereinheiten, der Zahl jeweils abgegebener Schüsse und der Situation, in der sich die Schussabgabe zutrug.
So ist etwa von Bedeutung, ob die Getöteten selbst bewaffnet waren, sich womöglich in einer psychischen Ausnahmesituation befanden oder, wie es häufig geschieht, in ihrer eigenen Wohnung erschossen wurden.
Chronik
Lorenz A.
21 Jahre, männlich
Erschossen am 20.04.2025
In Oldenburg, Niedersachsen
Mit 4 Schüssen
Quellen: presseportal.de, taz.de, ndr.de, kreiszeitung.de, oldenburg_ostfriesland/Toedliche-Polizeischuesse-in-Oldenburg-trafen-21-Jaehrigen-von-hinten,oldenburg2776.html, staatsanwaltschaft-oldenburg.niedersachsen.de, nd-aktuell.de, spiegel.de, spiegel.de, zeit.de
→ DetailseiteDer Schwarze Oldenburger ist nach Angaben der Polizei nach einer Auseinandersetzung in einem Lokal, wo er zwei Sicherheitsdienst-Mitarbeiter sowie zwei Personen mit einem Reizstoff leicht verletzt haben soll, geflüchtet. Eine Verfolgung hätten mehrere Personen abgebrochen, da der 21-Jährige mit einem Messer gedroht haben soll. Als ihn Polizist*innen in einer Straße ansprachen, sei er erneut geflohen. In einer anderen Straße sei er auf eine weitere Streifenwagenbesatzung getroffen, habe sich den Beamt*innen "bedrohlich" genähert und erneut Reizgas versprüht. Ein 27-Jähriger Polizist habe daraufhin geschossen, das Opfer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Ein Messer - wovon auch in der ersten Pressemitteilung der Polizei die Rede war - wurde zwar bei dem Toten gefunden. Es gebe laut Staatsanwaltschaft aber "keinen Anhaltspunkt darauf" dass er damit den Polizist*innen gedroht hat. Eine Zeugin sagte aus, dass der Mann auf der Flucht von den Beamt*innen in die besagte Straße getrieben worden sei, dann seien die Schüsse gefallen. Laut Obduktionsergebnis haben den jungen Mann drei Schüsse von hinten getroffen, die Verletzungen befinden sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft an der Hüfte, am Oberkörper und am Kopf. Ein vierter Schuss soll ihn am Oberschenkel gestreift haben. Bodycams der Beamt*innen waren während des Einsatzes nicht eingeschaltet. Später hieß es seitens der Staatsanwaltschaft nach Auswertungen des Bild- und Tonmaterials, dass kein Warnschuss abgegeben wurde. Die eingesetzten Beamt*innen hätten A. aber „unter Vorhalt der Schusswaffen“ lautstark zum Anhalten aufgefordert. Im August 2025 erfuhr ein Nachrichtenmagazin: Der Schüzte feuerte aus nächster Nähe (unter vier Metern Entfernung) auf Lorenz A.
N.N.
35 Jahre, männlich
Erschossen am 18.12.2024
In Göttingen, Niedersachsen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: presseportal.de, presseportal.de, nd-aktuell.de, n-tv.de
→ DetailseiteDer mutmaßlich psychisch kranke Göttinger soll die gegen 17:30 Uhr eintreffenden Beamt*innen zuvor unvermittelt mit einem Messer angegriffen und dabei einen von ihnen im Bereich des Oberkörpers verletzt haben. Der Polizist gab daraufhin einen Schuss aus seiner Dienstwaffe ab. Der Mann soll kurz vor Eintreffen der Polizei eine Frau grundlos angegriffen und geschubst haben. Opfer und Täter kannten sich nach ersten Informationen nicht. Von ihrer Wohnung aus alarmierte die Göttingerin die Polizei. Fünf Monate später hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen zwei Beamte eingestellt. Es gebe keinen hinreichenden Tatverdacht für eine fahrlässige Tötung, hätten Bodycam-Videos sowie Aussagen von Zeug*innen ergeben; mithin liege Notwehr vor.
Lamin Touray
46 Jahre, männlich
Erschossen am 30.03.2024
In Nienburg, Niedersachsen
Mit 8 Schüssen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: presseportal.de, twitter.com, twitter.com, ndr.de, presseportal.de, taz.de, ndr.de, welt.de, taz.de, nd-aktuell.de, taz.de, archive.ph
→ DetailseiteLaut einer Polizeisprecherin habe es eine "Bedrohungslage" gegeben, da der Mann aus Gambia seine Freundin mit einem Messer bedroht habe, diese habe fliehen können und die Polizei alarmiert. Jedoch widersprechen die Frau und ein Freund dieser Darstellung Tage später. Die Freundin sagt aus, einen Rettungswagen wegen der psychischen Probleme des Mannes gerufen zu haben. Den stattdessen eingetroffenen Beamt*innen habe sie angeboten, das spätere Opfer zu beruhigen. Der Mann habe nicht auf Aufforderungen der Beamt*innen reagiert, heißt es von der Polizei, und den von der Leine gelassenen Polizeidiensthund mit einem Messer schwer verletzt. Schließlich habe er auch die Polizist*innen mit dem Messer angegriffen. Auch ein Nachbar sagte später über den getöteten Mann, dieser habe auf ihn "einen verwirrten Eindruck" gemacht. Im Nachgang wurde bekannt, dass der 46-Jährige zwei Tage zuvor wegen Fahrens ohne Fahrschein von Bundespolizisten auf die Wache am Bahnhof Harburg gebracht worden war. Dort soll der Mann die Beamten mit einem versteckt getragenen Messer attackiert und "Allahu Akbar" gerufen haben. Drei Bundespolizisten sollen dabei verletzt worden sein. Am 26. April wird bekannt, dass die Polizeidirektion Göttingen einem Beamten aus Nienburg, der an dem tödlichen Polizeieinsatz vom Karsamstag beteiligt war, das Führen der Dienstgeschäfte vorläufig untersagt und dienstrechtliche Ermittlungen aufgenommen hat. Der Diensthundeführer hatte rechte und verschwörungsideologische Inhalte in sozialen Netzwerken geteilt und kommentiert. Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigt, dass die Polizei zunächst zwei Schüsse, anschließend eine Salve aus weiteren fünf und dann einen achten Schuss abgaben. Alle Projektile trafen den Mann, bestätigte die Staatsanwaltschaft Verden nach der Obduktion, davon seien zwei sogenannte "Wirkungstreffer" gewesen. Unter anderem seien die Leber und das Herz verletzt worden, der Mann sei deshalb sofort gestorben. Eine Polizistin soll außerdem durch einen Schuss am Bein verletzt worden sein. Später hieß es seitens der Polizei, ein Polizist habe Messerangriffe des Mannes mit einem Schild abgewehrt, so zeigten es Aufnahmen einer Bodycam. In einem üblichen Todesermittlungsverfahren ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 14 beteiligte Polizeikräfte wegen Totschlags und gefährlicher Körperverletzung. Im September 2024 werden die Ermittlungen zu den tödlichen Polizeischüssen schließlich eingestellt. Laut Staatsanwaltschaft seien alle Deeskalationsversuche ausgeschöpft gewesen, bevor Touray, der Polizist*innen mit einem Messer bedroht habe.
N.N.
25 Jahre, männlich
Erschossen am 20.11.2023
In Delmenhorst, Niedersachsen
Bewaffnet mit Hiebwaffe
Quellen: presseportal.de, ndr.de
→ DetailseiteDer Mann starb an seinen schweren Verletzungen nach einem Polizeischuss vom 20. November. Er soll die Beamt*innen bei dem Einsatz nach Streitigkeiten in einem Mehrfamilienhaus mit einer Axt angegriffen haben, diese hätten daraufhin die Waffe gezogen und mehrere Schüsse abgegeben. Trotz sofortiger Notversorgung und Reanimation sei das Opfer sechs Tage später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, erklärte die Polizei Cloppenburg. Die beiden 25- und 27-jährigen Beamt*innen blieben bei dem Vorfall unverletzt.
Kamal Ibrahim
40 Jahre, männlich
Erschossen am 03.10.2021
In Stade, Niedersachsen
Mit 11 Schüssen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: taz.de, welt.de, presseportal.de
→ DetailseiteLaut der Staatsanwaltschaft Stade seien Polizeikräfte zweimal in die Geflüchtetenunterkunft gerufen worden, weil der alkoholisierte Mann andere Personen bedroht habe. Die Situation habe sich aber jeweils beruhigen lassen, sodass auf eine Einweisung in eine psychiatrische Anstalt verzichtet wurde. Das spätere Opfer sei sogar von sich aus mit auf die Polizeiwache gefahren und habe dort etwa dreieinhalb Stunden in einer Ausnüchterungszelle verbracht. Kurz vor Mitternacht führt dann der dritte Einsatz zum Tod. Der aus dem Sudan Geflüchtete greift die alarmierten Polizist*innen angeblich mit einem Messer an, diese schießen daraufhin. Die Staatsanwaltschaft Stade stellt ein Ermittlungsverfahren gegen vier Polizist:innen wegen des Verdachts des Totschlags mangels hinreichenden Tatverdachts im März 2022 ein.
N.N.
23 Jahre, männlich
Erschossen am 18.06.2020
In Twist, Niedersachsen
Bewaffnet mit Hiebwaffe, Stichwaffe
Quellen: braunschweiger-zeitung.de
→ DetailseiteIn einer Arztpraxis und einem benachbarten Wohnhaus bedroht ein Asylbewerber aus Guinea mehrere Menschen; verletzt wird dabei niemand. Als alarmierte Polizist*innen eintreffen, greift er auch mit dem Messer an. Ein Beamter schießt ihm in den Oberschenkel und verletzt ihn „erheblich“, so dass der Mann bereits auf dem Weg ins Krankenhaus reanimiert werden muss. Einige Stunden später verstirbt der Mann.
N.N.
67 Jahre, männlich
Erschossen am 08.05.2020
In Osnabrück, Niedersachsen
Mit 2 Schüssen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: merkur.de
→ DetailseiteAls ein Mann auf ärztliche Anordnung in die Psychiatrie eingewiesen werden soll, attackiert die Rettungskräfte. Als drei Polizist*innen zur Unterstützung eintreffen, werden sie mit einem Messer attackiert. Daraufhin fallen zwei Schüsse. Der Mann kann sich noch in seine Wohnung zurückziehen, wo er später tot aufgefunden wird.
N.N.
26 Jahre, männlich
Erschossen am 28.04.2020
In Hüddesum, Niedersachsen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: spiegel.de
→ DetailseiteDie Polizei wird von einem Ehepaar alarmiert, weil ihr Sohn versucht die Haustür einzutreten. Als die Beamt*innen eintreffen, werden sie von dem Mann sofort mit einer Forke angegriffen und „erheblich“ verletzt. Der Beamte gibt zwei Schüsse auf die Beine des Täters ab. Dennoch verstirbt er später im Krankenhaus. Auch der Beamte und seine Kollegin müssen ambulant behandelt werden.
Aman Alizada
19 Jahre, männlich
Erschossen am 18.08.2019
In Stade, Niedersachsen
Bewaffnet mit Schlagwaffe
Quellen: nds-fluerat.org, nds-fluerat.org, sueddeutsche.de, taz.de
→ DetailseiteWegen eines Streits in einer Asylunterkunft geht bei der Polizei ein Notruf ein. Es werden zwei Funkwagen losgeschickt. Nachdem einer der beiden Streitenden auf Ansprache nicht reagiert, dringen die Beamt*innen in den Raum ein, in dem er sich befindet, und werden von ihm angeblich mit einer Hantelstange angegriffen. Da Pfefferspray wirkungslos geblieben sei, gibt ein Polizist mehrere Schüsse auf den Mann ab. Die Ermittlungen gegen den Schützen werden von der Staatsanwaltschaft eingestellt. Zur Begründung heißt es, es habe „glasklare Notwehr“ vorgelegen. Eine Beschwerde dagegen weist die Generalstaatsanwaltschaft zurück, sodass es zu keiner Anklage und keinem Gerichtsverfahren kommt. In beiden Fällen führte die Staatsanwaltschaft aus, die beteiligten Polizist*innen seien von dem Mann bedroht worden.
Peter K.
28 Jahre, männlich
Erschossen am 11.04.2019
In Salzgitter, Niedersachsen
Mit einem Schuss
Bewaffnet mit Spielzeugschusswaffe
Quellen: tagesspiegel.de
→ DetailseiteDie Polizei wird per Notruf zu einer Wohnung gerufen, in der sich ein Mann bei einer Bekannten verschanzt hat. Die Frau und ihr Kind können fliehen. Die Beamt*innen werden mit einem „waffenähnlichem Gegenstand“ bedroht; ein SEK stürmt die Wohnung. Nach Warnschüssen gibt das SEK einen gezielten Schuss ab. Der Mann stirbt vor Ort. Bei der Durchsuchung der Wohnung wird eine Leiche gefunden.
Hannes ?
38 Jahre, männlich
Erschossen am 28.10.2018
In Braunschweig, Niedersachsen
Mit 4 Schüssen
Bewaffnet mit Gas-/ Schreckschusswaffe
Quellen: welt.de
→ DetailseiteDie Polizei wird zu einer nächtlichen Ruhestörung gerufen; beim Eintreffen zweier Zivilbeamt*innen flüchten die Personen. Stattdessen kommt aus einem Nachbarhaus ein Mann mit einer Schusswaffe. Aufforderungen, diese niederzulegen, folgt er nicht, sondern geht auf die beiden Beamt*innen zu. Daraufhin geben diese vier Schüsse auf ihn ab. Der Mann verstirbt noch vor Ort.
N.N.
31 Jahre, männlich
Erschossen am 01.02.2015
In Bad Zwischenahn, Niedersachsen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: rp-online.de
→ DetailseiteDer nackte Mann soll Gegenstände aus dem Fenster seiner Wohnung geworfen und versucht haben, bei einem anschließenden Polizeieinsatz in einem Mehrfamilienhaus mit einem Messer auf einen am Boden liegenden Beamten einzustechen. Dieser habe die Schusswaffe gezogen und mehrmals gefeuert. Der Mann starb vor Ort, die Staatsanwaltschaft Oldenburg ermittelt.
Walter M.
77 Jahre, männlich
Erschossen am 20.10.2014
In Stadland, Niedersachsen
Bewaffnet mit Gas-/ Schreckschusswaffe
Quellen: wlz-online.de
→ DetailseiteAls zu einem Streit eines Paares gerufene Beamt*innen vor Ort eintreffen, schießt der 77-jährige Ehemann mit einer Schreckschusswaffe und weigert sich trotz Aufforderung, diese abzulegen. Daraufhin schießt eineR der Beamt*innen und trifft den Mann tödlich.
Emrah K.
29 Jahre, männlich
Erschossen am 19.12.2013
In Holzminden, Niedersachsen
Mit 2 Schüssen
Bewaffnet mit Stichwaffe, Schlagwaffe
Quellen: goettinger-tageblatt.de
→ DetailseiteMit einem Messer und einem Hammer bedroht ein psychisch kranker Mann Familienangehörige. Als sie die Polizei rufen, schließt er sich im Zimmer ein. Die Streife alarmiert ein SEK, das am Abend eintrifft und die Tür aufbricht. Der Mann greift erneut zum Messer. Nach erfolglosen Taser-Schüssen setzt das SEK einen Hund ein. Als der durch Messerstiche verletzt wird, gibt ein Beamter zwei Schüsse ab und trifft den Mann tödlich.
N.N.
51 Jahre, männlich
Erschossen am 01.08.2012
In Elsfleth, Niedersachsen
Mit 3 Schüssen
Bewaffnet mit Schlagwaffe
Quellen: taz.de
→ DetailseiteEin psychisch Kranker, der seine Medikamente nicht nimmt und zunehmend aggressiv reagiert, soll zur amtsärztlichen Überprüfung vorgeführt werden. Zwei Polizist*innen begleiten die Mitarbeiter*innen des sozialpsychiatrischen Dienstes. Der Mann greift sie mit einem Zimmermannshammer an und verletzt einen Beamt*innen. Ein Kollege gibt drei Schüsse auf den Mann ab und verletzt ihn tödlich.
N.N.
47 Jahre, männlich
Erschossen am 26.10.2011
In Cuxhaven, Niedersachsen
Bewaffnet mit Schlagwaffe
Quellen: sueddeutsche.de
→ DetailseiteBei einer Abendveranstaltung im Landratsamt randaliert ein als aggressiv bekannter Mann, greift die TeilnehmerInnen mit Metallstangen an und verletzt mehrere von ihnen. Als auch die alarmierten Polizeibeamt*innen attackiert werden, schießt einer von ihnen und trifft den Mann tödlich in den Oberkörper.
N.N.
34 Jahre, männlich
Erschossen am 24.06.2008
In Langenhagen, Niedersachsen
Mit 4 Schüssen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: welt.de
→ DetailseiteEine Frau ruft die Polizei: Ihr Ex-Freund stehe mit Messern bewaffnet vor ihrer Wohnung und versuche, die Tür einzutreten. Die eintreffenden Polizist*innen versuchen vergeblich, den Mann mit Pfefferspray zu überwältigen. Als eine zweite Streife eintrifft, greift er die Beamt*innen mit zwei Messern an. Zwei Polizisten schießen: Drei Kugeln treffen den Mann in den Oberkörper; er stirbt im Krankenhaus. Der vierte Schuss trifft den Fuß eines Beamt*innen.
N.N.
37 Jahre, männlich
Erschossen am 26.11.2007
In Brake, Niedersachsen
Mit 4 Schüssen
Bewaffnet mit Stichwaffe
Quellen: tagesspiegel.de
→ DetailseitePer Notruf wird die Polizei zu einem Familienstreit gerufen, da der Vater seine Kinder bedroht. Als die Beamt*innen eintreffen, greift der Mann sie im Treppenhaus mit einem Messer an. Nachdem der Einsatz von Pfefferspray erfolglos bleibt, schießt einer der Polizist*innen auf ihn. Da der Mann seinen Angriff dennoch fortsetzt, wird erneut auf ihn geschossen. Von vier Kugeln in Schulter, Brust und Nacken getroffen, stirbt er noch vor Ort.
N.N.
30 Jahre, männlich
Erschossen am 25.09.2007
In Bückeburg, Niedersachsen
Mit 3 Schüssen
Bewaffnet mit Schusswaffe
Quellen: rp-online.de
→ DetailseiteNach einem Tankbetrug wird der Polizei das Kfz-Kennzeichen des Täters gemeldet; bei der Überprüfung stellen die Beamt*innen fest, dass das Fahrzeug gestohlen ist und leiten die Fahndung ein. Als der Fahrer nach längerer Verfolgungsjagd verunfallt, springt er aus dem Auto und zielt mit einer Waffe auf die Polizist*innen. Daraufhin gibt ein Beamter drei Schüsse auf ihn ab. Ein Brusttreffer ist sofort tödlich.
N.N.
40 Jahre, männlich
Erschossen am 24.09.2003
In Mellendorf, Niedersachsen
Bewaffnet mit Schlagwaffe
Quellen: abendblatt.de
→ DetailseiteNachdem der Mann sein Auto zu Schrott fuhr, würgt er eine Passantin, beschädigt weitere Fahrzeuge und schlägt auf Menschen ein, die ihn beruhigen wollen. Auch eine alarmierte Polizeistreife greift er sofort an, entreißt einem Beamten die Taschenlampe und schlägt ihm diese mehrfach auf den Kopf. Als er erneut engreifen will, gibt der Beamte einen Wanrschuss ab und schießt dann gezielt auf die Beine des Mannes, der zunächst nur gestreift wird. Anschließend gibt der Polizist vier weitere gezielte Schüsse ab, die alle treffen und von denen einer die Bauchvene verletzt. Der Mann stribt im Krankenhaus.
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Umgesetzt von Johannes Filter und Matthias Monroy
basierend auf jahrzehntelangen Recherchen von
Otto Diederichs und der Bürgerrechte & Polizei/CILIP-Redaktion.
